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Am Kölnberg


2014 DOK Leipzig, Dok Deutscher Wettbewerb
Deutschland | 2014 | 85 Minuten | deutsch | englische Untertitel | Weltpremiere
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Am Kölnberg | Am Kölnberg

KATALOGTEXT
1974 wurde am südlichen Rand von Köln eine aus neun Hochhäusern bestehende Siedlung auf den platten Acker gebaut. Aus der Ferne und im richtigen Licht erscheint die Silhouette wie eine massive Erhebung, weshalb der Komplex schnell den Namen Kölnberg weghatte. Ebenso schnell galt er als sozialer Brennpunkt. Vom Kölnberg redet man am liebsten gar nicht, und wenn doch, hört man eigentlich nur saftige Schlagzeilen. 2013 lebten 4.100 Männer, Frauen und Kinder aus etwa 60 Nationen am Kölnberg, der Ausländeranteil ist mit 61,8 % angegeben. Statistik ist ein effektives Werkzeug, und wer die Macht über statistische Definitionen hat, formt auch unser Bild der Wirklichkeit wesentlich mit.
Die Filmemacher Robin Humboldt und Laurentia Genske erarbeiteten sich geduldig und über einen langen Zeitraum einen Weg hinter die sozialen Typologien, Schlagzeilen und Statistiken. Der Film begleitet vier Menschen, denen der Kölnberg seit Langem Heimat ist oder vor Kurzem wurde. Er vermeidet dabei, sie mit dem ebenso gutmeinenden wie herablassenden Auge der Fürsorge zu betrachten und versucht sich stattdessen an einer respektvoll-teilnehmenden Begegnung mit seinen Protagonisten, die in ihrer jeweiligen „Normalität“ so außergewöhnlich wie unterschiedlich sind.
Ralph Eue
Credits
Originaltitel: Am Kölnberg
Land: Deutschland
Jahr: 2014
Sprache: deutsch
Untertitel: englische
Laufzeit: 85 Minuten
Format: DCP
Farbe: Colour
Regie: Robin Humboldt, Laurentia Genske
Produktion: Kunsthochschule für Medien, Köln
Kamera: Laurentia Genske, Robin Humboldt, Johannes Waltermann
Schnitt: Carina Mergens
Ton: Robert Keilbar
Website:
KONTAKT
Ute Dilger
Kunsthochschule für Medien Köln (KHM)
email: ute.dilger@khm.de
www.khm.de

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Annotationsverweis
Die Texte zu den Filmen in den Wettbewerbsprogrammen Dokumentarfilm und im Internationalen Programm wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Alle anderen nicht namentlich gekennzeichneten Beiträge sind Produktionsmitteilungen.